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    LinkedIn dominiert bei langen KI-generierten Beiträgen in sozialen Medien

    2 Min. Lesezeit
    LinkedIn dominiert bei langen KI-generierten Beiträgen in sozialen Medien

    Längere Beiträge in sozialen Medien sind zunehmend von künstlicher Intelligenz erstellt. Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass LinkedIn dabei die Spitzenposition einnimmt – mit einem Anteil von 41 Prozent an langen Beiträgen, die als KI-generiert erkannt wurden.

    Das ist besonders interessant, weil LinkedIn nur etwa ein Drittel aller untersuchten Beiträge ausmachte, aber fast zwei Drittel aller erkannten KI-Inhalte auf sich vereinte. Zum Vergleich: Auf X (ehemals Twitter) lag der Anteil bei fast 50 Prozent, während Substack mit rund 10 Prozent am niedrigsten war. Reddit wiederum zeigte eine starke menschliche Beteiligung, besonders bei Kommentaren.

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Die Analyse basiert auf Daten von Pangram, einem Unternehmen, das eine Chrome-Erweiterung nutzt, um über eine Million Beiträge von April bis Juni 2026 zu scannen. Dabei wurden fünf Plattformen betrachtet: LinkedIn, X, Substack, Reddit und eine weitere Plattform.

    Pangram verwendet ein eigenes Erkennungsmodell, das laut Angaben eine sehr geringe Fehlerquote bei der Identifikation menschlicher Texte hat. Allerdings könnte die tatsächliche Anzahl der KI-generierten Beiträge sogar noch höher liegen, da das Modell bei der Erkennung von KI-Texten vorsichtig ist.

    Warum ist LinkedIn besonders betroffen?

    LinkedIn ist als Business-Netzwerk bekannt für längere, ausführlichere Beiträge. Diese Art von Content eignet sich gut für KI-gestützte Textgenerierung, da KI-Tools schnell umfangreiche Texte erstellen können, die oft oberflächlich wirken, aber dennoch relevant erscheinen.

    Ein Beispiel: Ein mittelständisches Beratungsunternehmen könnte einen ausführlichen Artikel über Digitalisierung veröffentlichen, der von einer KI unterstützt wurde. Der Text wirkt professionell, enthält aber möglicherweise wenig originelle Einsichten oder persönliche Erfahrungen. Dies könnte die Glaubwürdigkeit beeinträchtigen.

    Welche Folgen hat das für Nutzer:innen und Unternehmen?

    Für Entscheider:innen in KMU bedeutet das vor allem eines: Die Qualität von Beiträgen auf LinkedIn sollte kritisch geprüft werden. KI-generierte Texte können zwar Zeit sparen, doch sie ersetzen nicht die Expertise und Authentizität, die in der Kommunikation wichtig sind.

    Zudem hat LinkedIn bereits Maßnahmen angekündigt, um KI-generierte Beiträge stärker zu kontrollieren. Das zeigt, dass die Plattform selbst den steigenden Anteil von KI-Content als Herausforderung sieht.

    Wie sollten Sie damit umgehen?

    Wenn Sie LinkedIn für Marketing oder Networking nutzen, empfiehlt es sich, auf echte, gut recherchierte und persönlich gefärbte Inhalte zu setzen. KI kann unterstützend eingesetzt werden, etwa für erste Entwürfe oder Ideen, doch die menschliche Überarbeitung bleibt entscheidend.

    So vermeiden Sie, dass Ihre Beiträge als „KI-Slops“ wahrgenommen werden – also als oberflächliche, wenig authentische Inhalte, die zwar lang sind, aber wenig Mehrwert bieten.

    Ausblick: KI als Werkzeug, nicht als Ersatz

    Die Studie zeigt klar, dass KI-Textgenerierung auf Plattformen wie LinkedIn längst Alltag ist. Für Unternehmen und Fachkräfte heißt das, KI sinnvoll zu integrieren, ohne die eigene Stimme zu verlieren.

    KI kann die Content-Produktion beschleunigen, doch die persönliche Note und fachliche Tiefe sind unverzichtbar, um Vertrauen aufzubauen und sich von der Masse abzuheben.